Am 11. Juni 2026 besuchten Schülerinnen und Schüler der Abteilung 3 der Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker gemeinsam mit ihrer Lehrerin Daniela Förster den Kräuterhof in Neuendorf im Sande. Ziel der Exkursion war es, sich mit der historischen Bedeutung des Ortes auseinanderzusetzen, der einst als Hachschara-Ausbildungsstätte diente, später zu einem jüdischen Zwangsarbeitslager wurde und schließlich als Deportationsort in die nationalsozialistischen Vernichtungslager fungierte.
Während einer Führung erhielten die Jugendlichen Einblicke in die wechselvolle Geschichte der Einrichtung. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die persönlichen Lebensgeschichten von Menschen, die mit dem Ort verbunden waren. So wurde unter anderem an Eli Heimann, Ester Bejarano, Klara Grunwald, Hans Rosenthal und Jutta Baumwol erinnert. Ihre individuellen Schicksale verdeutlichten eindrucksvoll die menschlichen Dimensionen der historischen Ereignisse.
Ergänzend zur Führung wurden die Schülerinnen und Schüler über moderne Zugänge zur Erinnerungskultur informiert. Dazu zählten ein sogenannter „WhereIGo“-Geocache, der die Geschichte des Ortes interaktiv erlebbar macht, sowie zahlreiche Informationstafeln mit QR-Codes. Über diese konnten Podcasts abgerufen werden, die weitere Einblicke in die Biografien ehemaliger Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Schicksale in den Vernichtungslagern geben.
Der Besuch bot den Teilnehmenden nicht nur historisches Wissen, sondern auch einen persönlichen Zugang zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus.




