Ein Abenteuer im Klärwerk Ruhleben

Autor: Lukas Emil Ketzler
Kategorien: Aktivitäten

Manchmal sind es die ungewöhnlichsten Orte, die den stärksten Eindruck hinterlassen. Am 14. April machten wir uns gemeinsam mit unseren Gästen aus Polen auf den Weg zum Klärwerk Ruhleben. Insgesamt waren wir eine Gruppe von 10 Personen, und was nach einem rein fachlichen Ausflug klang, entpuppte sich schon bei der abenteuerlichen Anreise als echtes Gemeinschaftserlebnis.

Vor Ort angekommen, wurden wir von einem Referenten empfangen, der mit einer geballten Ladung Humor und einer mitreißenden Ausstrahlung bewies: Abwasserwirtschaft ist alles andere als langweilig! In seinem Vortrag lernten wir viel über die Bedeutung von Wasserschutz und die beeindruckende Modernität der deutschen Wiederverwendungssysteme. Besonders für unsere polnischen Gäste war es spannend zu sehen, wie Nachhaltigkeit und technischer Fortschritt hier Hand in Hand gehen.

Doch zur Wahrheit gehört auch: Ein Klärwerk fordert alle Sinne. Als wir das Gelände besichtigten, stießen wir besonders bei den getrockneten Rückständen an unsere olfaktorischen Grenzen. Bei der Hitze war der Geruch so intensiv, dass der eine oder andere mit Übelkeit zu kämpfen hatte. Doch genau diese ehrlichen Momente, in denen wir uns gemeinsam die Nasen zuhielten und lachten, machten den Tag so menschlich und unvergesslich. Wir konnten unseren Besuchern zeigen, dass deutsche Gründlichkeit auch vor „ekligen“ Themen nicht haltmacht.

Auf dem Rückweg ließen wir den Tag bei einem gemeinsamen Stopp bei McDonald’s Revue passieren. Die anfängliche Skepsis gegenüber einem vermeintlich „öden“ Thema war längst verflogen. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Technik und Umweltschutz extrem spannend sein können, wenn die Chemie in der Gruppe stimmt. Wir blicken zurück auf einen Tag voller Bildung, viel Lachen und ein neues Verständnis für das Wasser, das wir jeden Tag wie selbstverständlich nutzen.

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