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Polessk

Bericht über den Besuch einer Schülergruppe des OSZ Palmnicken in der Filiale der Staatlichen Agraruniversität Sankt Petersburg in Polessk in der letzten Maiwoche 2013

Das Ziel der Reise bestand darin, Palmnicken in beiden Regionen zu vergleichen und herauszufinden, warum bzw. auf welchem Wege der Ortsname des ehemaligen Ostpreußens zu einem Flurnamen in Brandenburg werden konnte.

Dieses Ziel wirklich zu erfüllen, bedarf es weiterer Besuche und Kontakte, jedoch konnten die Schüler das Kaliningrader Gebiet in seiner historischen Bedeutung, seiner landschaftlichen Schönheit, der Einzigartigkeit verschiedener Kultur- und Naturschätze kennen lernen.

Im Zentrum der Kleinstadt Polessk besuchten wir das Labiau-Museum, das sich, wie auch ein kleines Theater, in der gut erhaltenen Burg des Deutschen Ordens aus dem 13. Jahrhundert befindet. Im Museum wird die Geschichte des Ortes, ungeachtet der unterschiedlichen Herrschaftsbedingungen und politischen Verhältnisse, real widergespiegelt. So spürten wir das auch an allen anderen besuchten Orten, man bewahrt das Preußische wie das Russische, die heutige Bevölkerung erinnert an die vorigen Generationen, gleich welcher Nationalität sie waren und in welchem politischen System sie lebten.

Neben der Geschichte hatten wir auch kulturelle Erlebnisse. Im Königsberger Dom konnten wir ein Orgelkonzert hören, und in dem Örtchen Wladimirowo  wurde uns mit ganz berechtigtem Stolz der Platz gezeigt, wo das Geburtshaus des realen Vorbilds für das Volkslied »Ännchen von Tharau« stand, und die Kirche, in der sie getauft worden ist. Der Stolz darauf bezieht sich auf die Mühen, die die wenigen Menschen aufbringen, diese Kirche mit allen möglichen russischen und deutschen Hilfen zu erhalten und etappenweise zu restaurieren.

Als Kleinod der Natur haben wir die Kurische Nehrung besuchen können, hier schauten wir uns den »Tanzenden Wald«, die Vogelberingungsstation »Fringilla« und die Düne »Ephas Höhe« an.

Ganz besonders ist aber die Begleitung durch russische Studenten hervorzuheben. Nicht nur der Umsicht der Universitätsleitung mit seinem Direktor Grigorij Wassiljewitsch Bakunowitsch , der Familie Kosarew und ganz besonders unserer Koordinatorin Marina A. Evdokimova, sondern auch den uns begleitenden Studenten ist es zu verdanken, dass alle zufrieden nach Hause fahren konnten und sich auf den Empfang der Gastgeber bei uns in Brandenburg freuen.

Anita Runge

Besuch in der Filiale der Staatlichen Agraruniversität Sankt Petersburg in Polessk 2013

 

Begegnung von Lehrern der Europaschule OSZ Palmnicken Fürstenwalde mit der Universitätsleitung der Kaliningrader Filiale der Staatlichen Agraruniversität Sankt Petersburg in Polessk

Eine kleine Delegation aus Fürstenwalde flog am 12.03.2013 in die Partnerregion und verbrachte dort mit mehreren Polessker Kollegen einen dreitägigen Arbeitsbesuch.

Unsere geplanten Ziele haben wir zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllen können. An erster Stelle war dies das Aushandeln und Unterzeichnen eines auf Langfristigkeit angelegten Partnerschaftsvertrages. Obwohl unsere Bildungseinrichtungen sehr unterschiedlicher Struktur sind, ist es uns gemeinsam gelungen, eine Zusammenarbeit zu skizzieren, die beiden Einrichtungen gerecht wird. Die Altersstruktur unserer Lernenden passt zueinander und der landwirtschaftliche Charakter Brandenburgs kann durch die Agraruniversität gut in ihren Bildungsplan eingefügt werden.

Unsererseits besteht vorerst vordergründig Interesse an der historischen Komponente, da Palmnicken der Name des heutigen Ostseekurortes Jantarny war und der Flurname des Standortes unseres OSZ am Rande von Fürstenwalde noch heute so heißt.

Daraus ist auch das erste konkrete Projekt abgeleitet, das gemeinsam vorbereitet worden ist. Schüler dreier Fürstenwalder Abteilungen gehen gemeinsam mit Kaliningrader Studenten dieser Namensgleichheit auf den Grund und gestalten aus ihren Erkenntnissen eine kleine zweisprachige Broschüre.

Weiterhin ist der Grundentwurf für den ersten Gegenbesuch in Fürstenwalde geplant worden. Hierbei wird der Schwerpunkt neben dem Kennenlernen unserer Schule und Stadt auf dem Besuch von landwirtschaftlichen Einrichtungen liegen.

Wir können resümieren, dass der Besuch arbeitsreich und in jeder Beziehung erfolgreich für uns war.

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